rubens.log.ag    







Verfasst am 16.05.2004 10:05:50 Uhr
Bin wieder da

Schade, dass der Urlaub wieder vorbei ist. Wir haben ein paar Tage an der Nordsee verbracht und viele gute Gespräche geführt.

Mit meinem Abnehmen bleibe ich am Ball. Nur sehe ich es längst nicht mehr so verbissen, sondern ich gehe es ganz entspannt an. Ich glaube, dass ich mir mal alles von der Seele geschrieben habe, hat schon eine Menge bei mir gebracht. Trotz Urlaub habe ich nicht einen Gramm zugenommen. Aber ich achte auch darauf, was ich esse und ziehe gesunde Nahrung dem Süßkram vor.

Ich weiß nicht, ob ich dieses Tagebuch noch weiter führen werde.
Kommentar abgeben Kommentare anschauen (4)


Verfasst am 07.05.2004 16:43:04 Uhr
Klarer Standpunkt !

Ich hatte eben ein ganz langes Gespräch mit Tina von http://einblick.log.ag. Ihre Art, an Dinge heran zu gehen, ist schon beeindruckend. Ich danke dir vom ganzen Herzen, liebe Tina. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich auch bei den anderen für die netten Kommentare bedanken. Ihr seid mir alle richtig ans Herz gewachsen. Obwohl wir uns nicht kennen, noch nie miteinader gesprochen haben, fühle ich mich verstanden.

Ich weiß, dass ich nicht alleine mit meinem Problem bin. Erfahrungen mit Eifersucht, hat wohl jeder schon gemacht. Natürlich hat mein Mann mich so lebensfroh kennen gelernt. Wir verstehen uns ja auch blendend, aber in dieser Beziehung ist es unmöglich.

Es ist ja auch nicht so, dass wir uns handfest steiten, wenn es um dieses Thema geht, es reicht schon alleine der Blick,den ich dann zugeworfen bekomme, der mir dann zeigt, dass ich etwas falsch gemacht habe. Mein Mann weiß auch, dass seine Befürchtungen nur in seinem Kopf existieren. Der Film läuft bei ihm ab und er kann ihn nicht anhalten.

Heute, beim Frühstück, hatte ich eine Unterhaltung mit der Freundin von meinem Sohn. Sie ist extrem dünn und ich wollte wissen, wie viel sie wiegt. Als sie mir sagte, dass sie zwischen 49 und 52 kg schwankt, drückte ich meinen Unglauben aus. In meinen Augen ist sie Magersüchtig und wiegt maximal 45 kg.

Ich erwähnte so nebenbei, dass ich 5 kg abgenommen habe. Mein Mann schaute mich an und meinte dann, dass er jetzt wohl besonders auf mich aufpassen müsse. Das wäre in meinen Augen schon wieder ein Anlass gewesen, eine große Diskussion anzufangen. Aber dieses mal habe ich nur gesagt, dass es doch keinen Unterschied macht. Egal, wieviel ich wiegen würde, ob nun dick oder dünn, seine Einstellung würde sich eh nicht ändern. Und weil das so ist, kann ich mir auch mit meinem Wohlfühlgewicht seine eifersüchtigen Einstellungen anhören. Basta.
Kommentar abgeben Kommentare anschauen (4)


Verfasst am 06.05.2004 11:55:49 Uhr
Leben und Leben lassen

Ja, so nahm mein Leben seinen Lauf. Und meine Kleidergröße nahm langsam aber stätig zu. Natürlich habe ich zwischendurch immer wieder einen Blick in den Spiegel gewagt. Ich habe mich, bzw. mein Aussehen gehasst. Ich wurde unzufrieden. Und je unzufriedener ich wurde, desto sinnloser kam mir alles vor. Und je sinnloser alles wurde, desto mehr habe ich (das Falsche) gegessen. Ein Teufelskreis.

Aber es hatte sich ja wirklich nichts geändert. Wenn wir weggegangen sind, standen die Leute trotzdem bei mir. Meine Art hatte sich ja nicht geändert. Es war ja nicht das Aussehen, was meinen Mann so gestört hatte, sondern meine Art. Egal wo ich war, es standen immer Leute um mich herum. Mein Mann sagte immer, dass man mich wirklich nicht mal für 5 Minuten alleine stehen lassen kann, ich ziehe die Menschen (Männer) wie ein Magnet an.

Wie soll man gegen solche Gedanken angehen? Wie sollte ich ihm erklären, dass Menschen merken, ob jemand offen oder verschlossen ist? Ich wusste mir einfach keinen Rat mehr. Was sollte ich noch machen? Ich habe versucht, etwas verschlossener zu wirken, wenn mein Mann dabei war. Promt kam der Spruch, ich würde Schauspielern.

Natürlich war das nicht ich. Wenn ich mal die Gespräche hier aufzeichnen würde, die wir geführt haben, könnte man meinen, ich habe es mit einem Kleinkind zu tun. Ich hatte dann schon alles ins lächerliche gezogen, weil ich gar keine Argumente mehr hatte. Es war ja alles gesagt. Mein Mann hatte in dieser Beziehung einfach kein Vertrauen zu mir.

Zwischendurch habe ich abgenommen. Es ging auch lange gut. Aber ich habe es falsch gemacht. Ich hatte gar nichts mehr gegessen. Ich nahm zwar viel ab, aber es war genau so schnell wieder drauf, als ich dann wieder normal gegessen hatte.

Abnehmen beginnt im Kopf. Ich lasse mich davon auch nicht mehr abbringen. Heute achte ich viel mehr darauf, was ich esse und vor allem, warum ich esse, damit ich das "Frustfressen" ausschließen kann. Ich brauche das nicht mehr. Echt, wenn es wieder mal solche Gespräche gibt, greife ich anschließend nicht mehr zur Schokolade, sondern ich sage mir innerlich, dass er damit alleine klar kommen muss. Ich kann nichts mehr machen und ich werde garantiert nicht mehr mein Leben so umstellen, damit er zufrieden ist.

Ich halte mich auch sonst nicht mehr zurück,wenn wir mal in Gesellschaft sind. Ich lache, wenn mir danach ist und ich unterhalte mich so, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Mir ist es auch egal, was mein Mann denkt. Und wenn es dann wieder zu einem Gespräch kommt, was in diese Richtung geht, dann ziehe ich eine deutliche Grenze, damit er weiß, dass er zu weit gegangen ist.

Es ist nicht einfach für ihn. Aber jahrelang habe ich es nicht einfach gehabt. Ich kann keine Rücksicht mehr nehmen und ich will es auch nicht mehr.
Kommentar abgeben Kommentare anschauen (5)


Verfasst am 05.05.2004 21:32:05 Uhr
Frustfressen

Mein größtes Problem war, dass ich mich ständig rechtfertigen musste. Immer wieder erklären, wie ich was gemeint hatte, wie mein Blick zu deuten war oder warum ich gelacht habe. Das hört sich für einen Aussenstehenden bestimmt blöd an, aber so war es nun mal.

Irgend wann kam die Zeit, wo ich keine Lust mehr auf Gesellschaft hatte. Stand etwas an, habe ich gesagt, dass ich keine Lust habe, oder ich habe die berühmten Kopfschmerzen vorgeteuscht. Nur, um mich nicht diesen Streß auszusetzen. So verstehen wir uns ja blind. Wir führen eine harmonische Ehe. Ärger gab es nur, wenn wir mit anderen zusammen waren. Aber nie vor den anderen, sondern immer nur zu Hause, oder schon auf dem Heimweg. Es war wie verhext. In dieser Beziehung konnte ich mir noch so eine große Mühe geben, es war immer falsch.

Wir haben unzählige Gespräche geführt. Danach habe ich immer so etwas wie Hoffnung gesehen. Doch wenn ich dann tatsächlich mal wieder mit ihm ausgegangen bin, ging das ganze Spiel wieder von vorne los. Längst konnte ich mich nicht mehr so geben, wie ich war. Ich wurde immer stiller, habe vieles heruntergespielt, einfach, damit ich meine Ruhe hatte.

Eines Tages stand ich mit meinem Mann am Fenster. Damals hatten wir noch kein Haus. Ein Nachbar kam von der Arbeit, sah uns am Fenster und grüßte lächelnd nach oben. Ich weiß nicht, warum, aber mein Mann hat so ein Theater gemacht, als wenn ich mit diesem Mann ein Verhältnis gehabt hätte. Da hatte es mir endgültig gereicht. Ich habe zu ihm gesagt, dass es so nicht weiter gehen kann. Ich habe wortwörtlich zu ihm gesagt:

" Ich fresse jetzt so lange, bis ich platze. Dann brauchst du keine Angst mehr zu haben, dass mich irgend ein Mann anschaut und ich habe endlich meine Ruhe ! "

Somit begann der schleichende Prozess. Ich habe gegessen. Nicht gefressen, wie man jetzt vermuten könnte, sondern gegessen. Viel Schokolade, Chips, literweise Cola. Wenn eine Hose zu eng wurde, bin ich losgegangen und habe mir eine neue gekauft. Über Jahre ging das so. Besonders dann, wenn es mal wieder Krach aus Eifersucht gab. In mir wuchs so eine 'Leck-Arsch-Stimmung', dass mir wirklich alles egal war. Das war ein regelrechtes "Frustfressen", was ich da veranstaltet habe. Das dolle war, dass sich nichts geändert hat. Ich wurde zwar dicker, aber dennoch blieb ich im Inneren der Mensch, der ich immer war.
Kommentar abgeben Kommentare anschauen (2)


Verfasst am 04.05.2004 17:26:46 Uhr
Wo anfangen?

Es ist gar nicht so einfach, über das zu schreiben, was einen so bewegt. Vor allem dann nicht, wenn man über viele Jahre (besonders die letzten Jahre) alles nur in sich hinein gefressen hat.

Den größten Fehler habe ich da wohl in meiner Partnerschaft gemacht. Ich bin von Natur aus eine lebensfrohe und kontaktfreudige Person. So etwas wie Menschenscheu kenne ich gar nicht. Ich habe keine Hemmungen, wildfremde Menschen anzusprechen. Ich versuche an jeden Menschen ohne Vorurteile heranzugehen und immer erst das Positive zu sehen. Erst hinterher entscheide ich, ob ich den Kontakt weiter ausbauen möchte oder ob ich mich etwas distanziere.

Mein Mann ist das ganze Gegenteil. Er zeigt von vornherein gleich eine riesengroße Mauer und ist sehr zurückhaltend. Dieser Gegensatz hat schon oft Streit zwischen uns hervorgerufen. Ich rege mich auf, weil er so in sich gekehrt ist und er kann es nicht leiden, dass ich zu jedem gleich ein freundschaftliches Gefühl aufbaue.

Am Anfang konnte ich damit noch recht gut umgehen. Aber im Laufe der Zeit wurde es immer schwieriger für mich. Seine Art, mir (verbal) seinen Unmut zu zeigen, wenn ich mal wieder zu offen gegenüber einem Menschen war ( vor allem , wenn es männliche Personen waren), zerrte an meinen Nerven. Ich sah es als Freundlichkeit, er sah es grundsätzlich als Flirt. Seine Eifersucht kannte keine Grenzen. Es war kaum noch möglich, gemeinsam irgendwo hinzugehen, ohne dass es am Ende einen riesen großen Krach gab.

Ich wurde immer unsicherer. Ich konnte mich schon längst nicht mehr so frei bewegen, wie es meine Natur war. Dabei haben mich andere Männer nicht im geringsten interessiert. Ich weiß bis heute noch nicht, was in dem Kopf von meinem Mann vor sich geht. Was für ein Film bei ihm abläuft, wenn andere Menschen (Männer) sich mit mir unterhalten. Ich kann es beim besten Willen nicht nachvollziehen.

Natürlich habe ich den Fehler immer bei mir gesucht. Dass Eifersucht sein Problem war und er (nicht ich) etwas dagegen unternehmen muß, habe ich lange Zeit nicht gesehen. Nein ich habe mich angepasst und mit jedem Tag einen Teil meiner Persönlichkeit verloren...
Kommentar abgeben Kommentare anschauen (3)


Aktuellste Weblogs
habmichlieb.log.ag
sonnenengel.log.ag
cab-medo.log.ag
drpagel.log.ag
Hildegard.log.ag
altadler.log.ag
help4dsl.log.ag
Insu.log.ag
thostein.log.ag
Mehr Weblogs...

 Einträge suchen:
<Januar 2012>
SoMoDiMiDoFrSa
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031    

Meine Lieblingslinks
http://weblog.freenet.de
http://einblick.log.ag
http://babajaga.log.ag
http://www.ododo.de

Meine Lieblings-Weblogs
.
.

Weblog Forum
Hier klicken ...

News

Adminbereich | Diese Seite bookmarken | Weitersagen